Aktuelle Berichte

Die KRKG begrüßt den Herbst

Mainz-Kostheim. "Mords was los", lautete das Fazit vieler Mitglieder nach dem traditionellen herbstlichen Arbeitseinsatz mit anschließender Saisonabschlussfeier.
Knapp 50 Mitglieder aller Sparten trotzten den morgendlichen dichten Nebelschwaden und rüsteten das Vereinsheim für die nahenden Wintermonate. Vom Junior bis Senior waren alle Altersklassen vertreten.

 

Die Beteiligung konnte sich sehen lassen und war wahrlich auch lange nicht mehr so hoch.
Der Arbeitswille der Mitglieder wurde belohnt: gegen Mittag spendete die Herbstsonne und der Grill reichlich Wärme. Bei munterem Beisammensein wurde noch bis in den Nachmittag geklönt und die Vorfreude auf die nahende Sieger- & Jubilahrenehrung im November geschürt: Die Saison neigt sich dem Ende und die KRKG kann sportlich und gesellschaftlich schon jetzt auf ein schönes und erfolgreiches Jahr 2019 zurückblicken.       
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Meister von der Maaraue

Autor: Wolfgang Wenzel (Originalartikel des Wiesbadener Kurier)

KOSTHEIM - „Willensstärke und Durchhaltevermögen lernt man nur im Sport. Da gibt man auch in der Schule und im Beruf nicht auf“, sagt der Jugendtrainer der Kasteler Ruder- und Kanugesellschaft, Karl-Heinz Griesel. Bei der Kanu-Landesmeisterschaft der Jugend in Schierstein bewahrheitete sich dieses Postulat: Der Wassersportverein heimste drei schöne Erfolge und den Titel ein.

 

Fabio Scholz, ein Kanute, der in der Schüler-Jahrgangsklasse 8 an den Start gegangen war, wurde Hessenmeister. Die Aktiven Linette Protsch und Lorena Stölzner belegten in der Klasse der Schülerinnen A 14 Jahre den zweiten und dritten Platz.

 

 

 

Fabio Scholz, zweifacher Hessenmeister über 500m und 200m, Lenette Protsch, Zweitplatzierte in Schüler A14 und Lorena Stölzner, Drittplatzierte in Schüler A14
Fabio Scholz, zweifacher Hessenmeister über 500m und 200m, Lenette Protsch, Zweitplatzierte in Schüler A14 und Lorena Stölzner, Drittplatzierte in Schüler A14

 

 

Für den Jugendtrainer kommen die Erfolge wie gerufen. Endlich rückt die KRKG wieder ins Licht der Öffentlichkeit. Erst unlängst waren die Meistermacher vom Bootshaus auf der Maaraue erfolgreich am Werk. Der Ruderer Valentino Scholz, der große Bruder Fabios, wurde in der Woche zuvor ebenfalls Hessenmeister.

 

 

Vier Sportspitzen in kurzer Zeit, das spornt den Wassersport-Traditionsverein an. Trainer Karl-Heinz Griesel weiß die Titelgewinne zu schätzen, besonders den von Fabio Scholz, für den er seit einem halben Jahr der Ausbilder im Kanufahren ist. Den beiden Zweit- und Drittplatzierten rechnet er es hoch an, dass sie bei hoher zeitlicher Beanspruchung in Schule und privaten Lebensereignissen hinreichend Zeit fanden, um sich auf das Meisterschaftsereignis in Schierstein vorzubereiten. Der Trainer weiß, wie das geht. Er hat selbst die hohe Schule des Kanusports auf den nationalen und internationalen Bühnen des Wassersports durchlaufen. Als Deutscher Meister im Kanu-Einer über 1000 und 5000 Meter, als Europameister im Einer- und Zweierkanu sowie als Vizeweltmeister im Einerkanu über Distanzen von 200 und 1000 Metern: Daraus schöpft Griesel Kraft, er gibt den jungen Leuten sein Wissen weiter und verhilft dem einen oder anderen im Training und Wettkampfbetrieb zur richtigen Einstellung. Nicht jeder könne Weltmeister werden. Doch wer das Zeug dazu habe, dem könne die Ruder- und Kanugesellschaft helfen, gut zu werden. Talent alleine reiche nicht, nötig seien Willensstärke und die Fähigkeit, sich ein Ziel zu ersetzen. Solcherart trainierte junge Leute erhielten über den Sport eine Perspektive für ihr ganzes Leben vermittelt, sagt Griesel.

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Sensationeller Auftritt von Ruderer Opitz

Ungarn. Der 77-jährige Eltviller Klaus Opitz von der Kasteler Ruder- und Kanugesellschaft gab seine Meldungen für acht Rennen zu dieser Sportveranstaltung auf dem „Lake Velence“ vom 11. bis 15. September ab und siegte bei bestem Ruderwetter im Männer-Achter, Mixed-Achter, Einer, Doppelzweier (in 2 Altersklassen) sowie Doppelvierer (in 3 Altersklassen) in einem jeweiligen 8-Bootefeld vor seinen Mitstreitern. „Diese acht Goldmedaillen sind mein bisher größter Erfolg im Masterbereich. Meine größte Freude war der Einer-Erfolg, der dazu beitrug, dass ich hier nunmehr seit über 20 Jahren ungeschlagen bin“, so Opitz stolz. Durch seine wöchentlichen fünf Trainingseinheiten sei er zwar sehr gut vorbereitet gewesen, hätte aber nicht einmal im Traum daran gedacht, so oft am Siegersteg anlegen zu können. Über 4500 Ruderer aus der ganzen Welt waren von der Regattastrecke und der sehr guten Organisation begeistert. Nur drei Ruderer konnten acht Goldmedaillen erringen.  „Ich finde es einfach toll, auch wenn man eigentlich schon zum „alten Eisen“ gehört, solche Leistungen abrufen zu können. Zum Saisonabschluss trete ich noch in Bernkastel-Kues (Mosel) zu der 6 KM-Langstrecke am 28. September und am 05. Oktober zu dem 42,5 KM-Rheinmarathon von Leverkusen nach Düsseldorf an. Da geht es richtig hart zur Sache, da der Körper auf den letzten 10 KM extrem gefordert wird, schließt Opitz dennoch begeistert.

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Rhine-Cleanup-Day 2019 in der KRKG

Bei bestem Wetter haben sich elf Mitglieder der KRKG am Rhine-Cleanup-Day 2019 beteiligt. Ziel war es, die Uferböschungen und Wiesen der Maaraue vom Müll zu befreien.

Die Bilanz der Mitglieder: 9 blaue Säcke konnten mit Abfall befüllt werden, ein alter Autoreifen wurde aus dem Rhein geborgen und eine Schubkarre wurde mit wild-entsorgtem Bauschutt beladen.

Nicht nur die KRKG war an diesem sonnigen Morgen auf der Maaraue tätig: es war sehr erfreulich, dass sich auch der benachbarte Kanu-Club Mainz-Kostheim sowie zahlreiche Bürger aus AKK auf der Maaraue emsig tummelten.

 

Die Stimmung war sehr gut. Die KRKG dankt den Organisatoren des Rhine-Cleanup-Day für die Bereitstellung des Schuttcontainers auf der Maaraue und freut sich auf den kommenden Wiesbadener "Dreck-Weg-Tag" im Frühjahr 2020.

 

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Mittelrheinromantik

Rhens-Fahrt der Kanuten 10.-11. August 2019

Bei bestem Sommerwetter zog es 6 KRKG-Kanuten am zweiten Augustwochenende mit 4 Einer-Kayaks und einem doppelt besetzten Kanadier ins schöne Mittelrheintal.

 

Nach dem Start am KRKG führte die erste Etappe am Samstag knapp 52 km flussabwärts durch das Binger Loch bis zum Campingplatz in Oberwesel. Die zweite Etappe am Sonntag führte uns an der Loreley vorbei und endete nach 33 Tageskilometern in Rhens.

 

 

Unmittelbar nach der Mittags- und Badepause der ersten Etappe am Ingelheimer Strandbad zeigte sich, dass die Loreley-Sage auch heute nichts an Aktualität eingebüßt hat und ihre Wirkung mitunter sogar bis in den Oberrhein zu spüren ist:

Frei nach Heinrich Heine:

 

Die Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh,
die Strömung sie alsbald ergriffe
mit Kopf unter Wasser und Kiel in die Höh‘.

 

 

Unbeirrt durch diesen feuchtfröhlichen Zwischenfall (mit Verlust von Kamera, einem Schuh und Streckenplan) setzten wir unsere Fahrt unter vollem Körpereinsatz bei zunächst erheblichem Gegenwind und hohen Wellen fort.

 

In romantischer Erinnerung ist uns noch die Rhens-Fahrt im Sommer 2013 mit Übernachtung auf der unbewohnten Rheininsel Kauber Werth. In diesem Jahr steuerten wir stattdessen den einige Kilometer weiter flussabwärts gelegenen und mit etwas mehr Komfort ausgestatteten Campingplatz im beschaulichen Städtchen Oberwesel an (Rheinkilometer 549), wo wir am Abend unsere Zelte direkt am Rheinufer aufschlugen.

Unterhalb der Schönburg lauschten wir in gemütlicher Runde bei Bier und Wein einigen spannenden und kuriosen autobiografischen Erzählungen – Stichwort Zahnschmerzen auf Forschungsschiff in der Antarktis –, um dann bei den altbekannten Mittelrheingeräuschen (Wellengang, Schiffsmotoren und Güterzügen) einzuschlafen.

Mit Frühstück vom örtlichen Bäcker gestärkt machten wir uns am zweiten Tag auf nach Rhens, wo unsere Tour schließlich bei Rheinkilometer 582 nach insgesamt 85 km endete. Den Höhepunkt der zweiten Etappe bildete das Passieren der Loreley, untermalt von beeindruckenden Gesangeskünsten aus dem Kanadier.


Ich glaube wir kommen bald wieder
und nicht erst in vielen Jahr’n,
und das hat mit ihrem Singen
die Lorelei aka Manfred getan.

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